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Mit Kanon auf Spatzen schießen?

03.11.2025

In den letzten Wochen häufen sich in den Medien Berichte über Drohnenüberflüge, die möglicherweise von russischen Drohnen ausgehen. Dabei werden häufig Bilder von handelsüblichen DJI-Drohnen gezeigt, was bei vielen Bürgern unnötige Ängste schürt. Die Assoziation von jeder kleinen Drohne mit einer potenziellen Gefahr für die nationale Sicherheit hat durch diese undifferenzierte Berichterstattung in der Öffentlichkeit schon bedenklich zugenommen. Doch ist diese Panik wirklich gerechtfertigt?

Spionage per Drohne? Ein Mythos.
Wer auf Spionage aus ist, wird mit Sicherheit keine handelsübliche Drohne, die gut sichtbar bei Nacht durch die Straßen fliegt, einsetzen. Auch der Einsatz von Satellitenaufklärung ist viel effektiver, präziser und vor allem diskreter. Spionage passiert im Verborgenen, nicht mit blinkenden Lichtern und fliegenden Kameras, die jeder erkennen kann.

Trotz dieser offensichtlichen Widersprüche werden Drohnen – auch in den Händen von Profis – zunehmend zu Zielscheiben von Verdächtigungen. Es scheint fast, als ob jeder Nachbar, der eine Drohne sieht, sich als potenzieller Detektiv sieht und die Behörden benachrichtigt. Ein Verhalten, das in letzter Zeit verstärkt dazu führt, dass selbst erfahrene Drohnenpiloten unter Generalverdacht geraten.

Wie betrifft das uns als professionelles Drohnenteam?
Wir vom MSM FOTO-TEAM fliegen seit Jahren mit modernen und zertifizierten Drohnen für unsere Kunden. Dabei arbeiten wir stets mit einem Piloten und einem Beobachter, halten alle relevanten Genehmigungen und Nachweise bereit, einschließlich einer allgemeinen Aufstiegsgenehmigung, eines EU-Fernpilotenzeugnisses (A1/A3, A2) und einer Versicherung durch HDI. Unsere Drohnenflüge sind immer legal und sicher – ein Umstand, der leider immer öfter in den Hintergrund gerät.

Durch die aktuelle Medienberichterstattung und die damit verbundene Panikmache müssen wir uns jedoch fragen, wie lange es noch möglich sein wird, unsere Arbeit unter diesen Bedingungen auszuführen. Die Sorge, dass professionelle Drohnenpiloten aufgrund von Verdächtigungen oder Fehlinterpretationen ihrer Tätigkeit in den Fokus geraten, wächst. Es ist nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch der Akzeptanz unserer Arbeit.

Ein Appell an die Vernunft.
Nicht jede Drohne ist ein potenzieller Feind. Drohnen sind in der heutigen Zeit ein unverzichtbares Werkzeug in vielen Bereichen – von der Fotografie über die Landwirtschaft bis hin zur Inspektion von Infrastruktur. Wir fordern eine differenziertere Auseinandersetzung mit diesem Thema und eine realistische Einschätzung der tatsächlichen Bedrohung durch Drohnen. Es muss klar werden, dass nicht jeder Drohnenflug eine Gefahr bedeutet, sondern oft nur ein Teil der modernen Arbeitswelt ist. Denn, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, ist nicht nur ineffektiv – es verursacht unnötige Schäden.

Wir hoffen, dass die Öffentlichkeit und die Medien bald zu einem ausgewogenen Verständnis finden und dass auch wir als professionelle Drohnenpiloten weiterhin sicher und ohne unbegründete Verdächtigungen unserer Arbeit nachgehen können.

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